Nachtrag

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Habe das tolle Ding vergessen aaah!

UP (Klick ruff!)

Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie ich mich auf die Jungs in Saalburg freue!

Wollte eigentlich noch ausführlich berichten, wie ich mich richtig blond angestellt und fett verfahren habe. Aber hier nur die Kurzfassung:

Tanken in Adlershof, Glienicker Straße; kam nicht auf die Gegenspur, um nach Hause zu fahren. Bin gen Köpenick, landete in Schöneweide, Oberspreestraße, Einbahnstraße folgte, war dann in Karlshorst. Keine Ahnung, wie man sich so dämlich anstellen kann, bin manchmal selber von mir beeindruckt. Wollte an der einen Ampel mein Handy die Route nach Hause finden lassen, es wird grün, ich fahre – stur im ersten Gang, ganz leise also – und hätte fast übergroßer Fußgänger auf vier Rädern gespielt. Ging alles gut; die Leute haben gesehen, dass da ein minderjährig aussehendes Gör hinterm Steuer saß und dachten sich „Ach Gott, wann wird sie denn von ihren Eltern abgeholt, das arme Ding“… Klein sein hat so seine Vorteile. Wenige, aber immerhin welche; sehr wenige (zwei!).

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„You saved the world…

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now let the world save you!“

Das Modestep-Album „Evolution Theory“ habe ich völlig verdrängt, da es ein paar Mal verschoben wurde. Ein Glück ist es mir wieder eingefallen, als wir die SMS-Karten bestellt haben, denn es ist so hörenswert! Mag sein, dass es einem vorkommt, als wären die Titel alle sehr ähnlich, aber ich finde das weder etwas schlechtes noch lässt es das Album langweilig erscheinen. Wiedererkennungswert ist doch super! Erna fährt sehr gut zu dieser Musik, das ist ein gutes Zeichen. Es ist alles dabei – Mischmasch aus DnB, bisschen Elektro-House-Geschrammel, Blueseinflüsse, gelungene Remixe auf der Deluxe-Edition, Dubstep-Gewobble, Rockgitarre und eine wunderschöne Stimme des Sängers Josh Friend. Der Hammer ist der Track „Freedom“.

Ich kann den August kaum erwarten! Da werde ich sie live sehen. Neben anderen Größen wie

  • Miss Kittin (ich freu mich wie Bolle, die live zu sehen!)
  • Chase and Status (nun schon zum dritten Mal)
  • Nero (erste Mal, geringe Erwartungen an das neue Album – hoffentlich spielen sie ihre „alten“ Songs)
  • Netsky aka „Für Kohle verkaufe ich mich auch als Mainstream“-Bubi
  • Bloody Beetroots (JA MAN, ich brauche noch eine Maske!)
  • Knife Party (Rob Swire ist auch ohne Pendulum göttlich, aber mit ist er Zeus)
  • Moderat (Apparats DJ-Kick wird auf ewig einen dankbaren Platz in meinem CD-Regal haben und Modeselektor darf ich zum ersten Mal live erleben)
  • Boys Noize (ich glaube, dazu brauche ich nichts weiter als „Left, right, left, right,…“ sagen)

werden auch MIA und SEEED am Start sein. Ich glaube, die beiden stehen, genauso wie Lexy und K-Paul nicht sehr weit oben auf meiner Liste. Wohingegen mein Schätzchen und ich natürlich noch darauf hoffen, dass der gute Dapayk sich noch auf dem Line-Up blicken lässt. Ich weiß auch genau, wer sich den Stress, dazu abzuhotten, nicht antun wird… ;) Fritze, Sven Väth, Blomqvist, usw. sind natürlich auch schöne Leckerbissen; Koletzki werde ich bestimmt auslassen, nachdem seine neusten Werke zu wünschen übrig lassen. SMS FUCK YEAH!

Habe die eine Woche Schule überstanden, schön war es nicht unbedingt. Es war zu viel Gelaber, immerhin war ich gedanklich schon voll und ganz in Urlaubsstimmung. Klausuren schreiben wir innerhalb von zwei Wochen – 10 an der Zahl. Find ich geil. Freu mich auch voll. Ich meine, Freizeit und Leben ist echt überbewertet! Das einzige, was Spaß macht und schnell geht ist Rechnungswesen. Buchen ist eine dankbare Sache. Mir wurde heute von meinem Lehrer vorgeschlagen, in die Richtung Unternehmensprüfung, Steuerprüfung und Controlling zu gehen. ICH! Ich kann nicht mal vernünftig mit meinem Geld umgehen, soll aber Riesenunternehmen auf den Zahn fühlen und denen sagen, was scheiße bei denen läuft? HAHA! Würde wenigstens soviel dabei rumkommen, wie sich der Steinbrück eingesackt hat… Ich war mäßig von der Idee überzeugt, auch nicht als er hinzufügte, man suche Leute wie mich. Ich habe doch einen Masterplan – erst Uni, dann die Arbeit, dann die Weltherrschaft. Warum mir das nur keiner glauben mag und zutraut – pah!

Achso, ich bin nach dem letzten Block natürlich mega gut in meinen Urlaub gestartet, eröffnete uns doch der ÖffRecht-Lehrer, er habe die Zwischenprüfungen in ÖffRecht korrigiert und schon nach Köln gesandt. Das bedeutet, es gibt in den nächsten zwei, drei Wochen Ergebnisse. Ich hoffe, nachdem mein kleiner Bruder das Licht der Welt erblickt hat, damit ich noch voller Endorphine und Adrenalin bin und mich das Ergebnis, egal wie es ausgefallen ist, nicht juckt. Aber bei meinem Glück… :)

PS.: War zum Eisbären-Spiel am Mittwoch. Eishockey ist und bleibt eine geile Sache, mit vollem Fanblock aber noch viel besser. Hoffentlich haben die sich bis Montag geeinigt, da gehe ich das nächste Mal. Bin sogar mit Auto dahingedüst. Habe auf Risiko im Parkverbot gestanden. Kein Strafzettel – aber selbst wenn, ich hätte ihn gefeiert. Mein Opi sagt jetzt, ich habe ein steifes Bein, dabei bin ich nur mäßig schnell. Muss anmerken, dass ich hoffentlich niemanden so gegen 23.00 Uhr auf der Strecke Treptower Park-Schöneweide behindert habe. Falls ja, tut es mir leid, ich habe meine Spurenbegrenzung nicht sehen können und bin deswegen ein wenig geeiert.

Freud freut sich

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Es ist März und es kommt mir so vor, als liege jetzt mehr Schnee als das im Dezember und, viel wichtiger, an Weihnachten der Fall war. Ich hatte mich so darauf gefreut, das lästige Freikratzen des Autos endlich abzuhaken, doch es ist schlimmer als je zuvor.

Ich habe die Stelle gewechselt. Das bedeutet viel Neues, viel Arbeit (im Gegensatz zu dem, was ich vorher gewohnt war) und aufgesetzte Freundlichkeit (von beiden Seiten versteht sich). Gestern sollte ich die Sekretärin vertreten. Vielleicht hat man es mir nicht zugetraut, das Telefon bei eingehenden Anrufen zu beantworten, ist doch der Telefonhörer fast so groß wie mein Kopf, und es wurde deswegen eine Rufumleitung eingestellt. Als ich dann ein paar Male einfach rangegangen bin, weil der Chef im Gespräch war, hat man es mir dann doch überlassen und man war sichtlich überrascht, dass ich sowohl Auskunft erteilen als auch Anrufe weiterleiten kann.

Am Dienstag habe ich meine Beurteilung meiner vorigen Stelle bekommen und freue mich, mich ganz offiziell als Streber betiteln zu können. Das dritte Mal in Folge (würde ich bowlen, könnte ich jetzt sagen wie das heißt – ein Triplestrike vielleicht?), wenigstens das klappt.

Meine Mami ist immer noch ein Knödelchen. Als ich ihr letztens die Füße gemacht habe, hätte ich gerne eine kleine Nadel genommen, ihr ein winziges Loch reingestochen und das ganze angesammelte Wasser herausgedrückt. Die Arme kann nicht vernünftig laufen, ihre Finger kribbeln ganz doll und dafür, dass sie eigentlich ein zierliches Persönchen ist, sieht sie aus wie ein explodierter Kugelfisch, wie unser Oberhaupt so nett sagt. Vorgestern Nacht hatte ich einen ganz bösen Traum! Wir saßen zu dritt, ein Arzt war noch dabei. Mama hat kurz gepresst und heraus kam ein Affenjunges und erinnerte mich an den kleinen Dodo. Das Merkwürdige war, dass Mama in Klamotten da saß und das Affenjunge plötzlich am anderen Ende des Raumes war. Die Nabelschnur war dran und Mama konnte ihn wie an der Leine hin und her ziehen. Plötzlich sagt der Arzt, dass so das Kind aussehen würde, dass es aber noch nicht vollends entwickelt ist, weshalb es wieder in den Bauch müsste. Wir nahmen das alle so hin und das Prozedere ging los. Ich will nur kurz darauf hinweisen, dass das Affenjunge größer war als ich (ja höhö keine große Leistung größer als ein Oompa Loompa zu sein) und zurück in den Bauch meiner Mami sollte. Zuerst kurbelte der Arzt die Nabelschnur auf und packte das als wäre es gar nichts in den Bauch. Nun sollte der „kleine“ Affe hinein. Und der fing an zu schreien, ganz fürchterlich. Und wer schon einmal diese Dokumentationen über das Verhalten von Primaten und wie sie alle heißen gesehen hat, die teilweise bei n24 laufen, der weiß, dass wenn denen was nicht passt, die ihre Mäuler aufreißen bis zum Anschlag und man denen von der Mundhöhle bis zum Poloch und da wieder hinaus schauen kann. Und ich habe panische Angst vor offenen Mündern. Also natürlich nicht, wenn man ganz normal redet, aber wenn man die aufreißt, man die Zähne sehen kann und das Gesicht dabei so deformiert aussieht, kriege ich Heulkrämpfe und Angstattacken. Wenn man ein ganz fieser Mensch ist, wie das mein Freund nun mal ab und an gucken lässt, kann man das natürlich machen, um mich zu ärgern. Man kann es aber auch einfach  lassen und hinnehmen, dass ich ein richtig schönes Ding zu rennen habe. An dem Punkt, als der Affe schreit und mit den Füßen voran den Weg in den Bauch antreten sollte, bin ich aufgewacht.

Ich frage mich, was ein Psychoanalyst als Traumdeutung zu bieten hat. Immer her damit. Vielleicht kann ich einen auf berufsunfähig machen.

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Mittwoch, die Hälfte geschafft!

Nur halbherzig das Auto abgeputzt am Morgen. Der ganze Schnee von der Motorhaube ist mir dann beim Fahren auf die Windschutzscheibe geflogen – Sicht gleich Null. Dass ich blond bin, muss ich heute unbedingt vom Friseur wieder verstecken lassen. Ein Mix aus Kastanie und Schoko mit mehr Kastanie als Schoko oder umgedreht? Man, das Leben kann so hart sein, bei diesen unglaublich wichtigen Entscheidungen. Oder vielleicht Granat mit Schokobraun?

Wileys Album kommt Anfang März!

Neues von Hadouken! Seit 2008 in meiner Sammlung und heute neue Sachen entdeckt. Es gibt ein neues Album. Und ich habe gerade entdeckt, dass man es vorbestellen kann PLUS Unterschrift darauf – ich werd verrückt! Also das wäre doch mal ein Geburtstagsgeschenk.

Ich freue mich unglaublich auf meinen Friseurtermin, weil ich dann zum einen schöne Haare habe und zum anderen Feierabend.

Luci, wir haben dich lieb. :)

Excision

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of abdominal fat apron

Mitte/Ende März ist der errechnete Geburtstermin meines kleinen Bruders. Natürlich freut man sich wie Bolle, malt sich aus, wie dieser kleine Wurm seine winzigen Patschehändchen ausstreckt, und natürlich gleich am zweiten Lebenstag den Namen seiner unglaublich stolzen Schwester über diese kleinen rosa Lippen bringt (realistisch wie immer). Ich freue mich schon so sehr auf diesen kleinen Wicht, habe auch schon einen Kindersitz für Erna angemeldet und mein Zimmer kindersicher gemacht. Wenn er aus der „Ich mache alles und jeden voll mit Poopoo, am liebsten die Windeln, wahlweise lass ich es auch einfach so knattern“-Phase raus ist, wird ihn der Rest der Familie eher selten zu Gesicht bekommen – mein Schatz (bin ja eigentlich nicht so der Herr-der-Ringe-Liebhaber).

Nicht ganz uneigennützig freue ich mich auch aus einem anderen Grund auf die Geburt. Sobald der kleine Schlomi die Gebärmutter meiner Mutter verlassen hat (zu plastisch?), ist sie logischerweise nicht mehr schwanger. Ich wiederhole gerne: NICHT SCHWANGER! Das heißt, neben körperlicher Veränderung von horizontaler Benachteiligung zu nicht mehr untergroß sein, wird auch etwas im Kopf verändert. Es wird aber auch langsam Zeit. Gerade, wenn man denkt, sie hat diese klischeehaften Schwangerschaftszickereien endlich abgelegt und wird ruhig, freundlich, gelassen, belehrt sie einen des besseren.  Im Prinzip bin ich ja sehr beeindruckt davon gewesen, wie das Gehirn im Schwangerschaftsmodus eine einfache Frage wie „Na, wie war dein Tag?“ dahingehend dechiffriert, dass als Antwort ähnliches wie „Was zum Teufel soll denn das? Willst du mich provozieren?“ herauskommt.  Nach nunmehr sieben Monaten haben wir aber den Dreh raus mit dem Spießroutenlauf und haben unser tickendes Knödelchen im Griff.

Ich steh ja total auf die Jungs und nach diesem Video zu urteilen, hat sie auch das American Horror Story – Fieber gepackt!

Eigentlich wollte ich mich über was ganz anderes aufregen, aber da meine Mama das hier liest, habe ich die Hoffnung, dass sie angepisst über das obrige ist und nicht mehr bis hierher kommt. Mal ehrlich, alle Gesetze von den Eltern an das weisungsgebundene Kind gelten nur einseitig. Da werden Grundrechte wie der Gleichbehandlungsgrundsatz völlig außer Acht gelassen. Sie tuttert ohne Ende rum, wenn ich mir Socken von ihr mopse, zieht aber ganz selbstverständlich meine Schuhe an. Nur so am Rande – sie hat eine 39 und ich eine 36. Fällt was auf? Ist ja nicht so, dass man Schuhe ausleihern kann. Ein Glück kann ich mir keine echten UGGs leisten, sondern nutze da den Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit, sonst hätte ich mich sicherlich an ihren Schuhen gerächt… Da steht sie ganz seelenruhig in der Tür und gibt mir sogar Recht, dass man so etwas nicht macht, aber Schuhe ausziehen war echt nicht drin. Und der Gipfel war, dass sie mich ganz schelmisch angelächelt hat – umgedreht hätte sich für mich schon die Pforte zur Hölle geöffnet. Wenn mein kleiner Schlomi das Licht der Welt erblickt, werde ich ihn definitiv von vorne bis hinten verhätscheln und betüddeln (nach der analen Phase gem. Freud) und ihm alle Tricks verraten. Ich werde ihm schon frühzeitig einen Katalog zusammenstellen, in dem zu jedem Argument, dass Mama in jeglicher Situation anbringen könnte, ein nur unterschwellig provozierendes Gegenargument zu finden sein wird. Wir werden so viel Spaß haben!

So, letzte Mal zusammenreißen und lernen für die Prüfung. Wird mit Sicherheit ein Renner, ein voller Erfolg, mit Prädikat ausgezeichnet… Mut zur Lücke.

PS.: Fetter Dank an die inkompetente Autoversicherung, die zu lahmarschig und überfordert ist mit dem Schriftkram und jetzt einen zweieinhalben Monatssatz abbuchen wollen. Nehmt, was ich nicht habe, davon habe ich viel.

PPS.: Ich liebe Glossybox!

And if the man…

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in white comes over…

Ich bin eine gute Autofahrerin. Naja, vielleicht auch nur eine passable. Ich habe eine gute Fahrschule gehabt; trotzdem ich meinem Fahrlehrer so manches Mal Angstschweiß mit einer Leichtigkeit auf die Stirn zaubern konnte, habe ich meine Fahrprüfungen je im ersten Rutsch gemeistert. Ich bin schon ein alter Hase und seit anderthalb Jahren aus der Probezeit raus. Fahrpraxis, also so richtige mit regelmäßig Anfahren, Bremsen, Lenken und was noch so dazugehört, habe ich nun gut ein Jahr auf dem Buckel – ich sag ja, ein altes Hoppelhäschen im Geschäft der großen Fahrzeuge.

Nichtsdestotrotz passieren mir manchmal blöde Sachen hinterm Steuer. Im Frühjahr hatte ich einen Auffahrunfall, Bürgersteige mache ich auch gern zu noch unerforschten, nicht ausgebauten Straßen, Ein- und Ausparken ist ganz klischeehaft nicht meine Stärke – außer es gibt eine Disziplin, die schräges Einparken mit der vollen Punktzahl bewertet – und bei strömendem Regen habe ich fast die Leitplanke geknutscht (böse Zungen, die sich Beifahrer schimpfen, behaupten, sie wären ganz auf die Final Destination-Art knapp dem Mann mit der Sense entgangen – was für Muschis!). Doch heute habe ich mich ohne Frage selbst übertroffen! Ich habe ein „neues“ Auto, es heißt Erna, ist sehr süß, hat einen einzigartigen Duftständer und wurde 1998 das erste Mal zugelassen. Es fährt wie eine Eins und ich fühle mich sehr wohl drin, da ich auf Grund meiner Größe in durchschnittlich großen Autos so meine Schwierigkeiten mit dem Überblick habe, was bei Erna nicht der Fall ist. Ich lehne es jetzt auch kategorisch ab, auf das Fahrvergnügen zu verzichten und jede noch so kurze, eigentlich überflüssige Strecke nehme ich mit der dunkelblauen Lolita. Das ist sehr praktisch, wenn es um Weihnachtseinkäufe geht. Heute habe ich mich gewagt, in Begleitung meines Hasen (der süße Beifahrer ist natürlich nicht mit meinem Plüsch-Glückshasi auf der Ablage zu verwechseln, den ich als schützenden Begleiter von Omi und Opi geschenkt bekommen habe) an den Alexanderplatz zu fahren. Das ist schon das erste Erlebnis, habe es aber mit Bravour gemeistert, möchte ich meinen! Faul wie wir sind, haben wir uns nah am Geschehen einen Parkplatz gesucht – im Parkhaus. Ich habe sehr nah am Pfeiler geparkt, wodurch ich zuerst nicht aus dem Auto konnte. Wir haben unsere Weihnachtseinkäufe erledigt mit dem Ergebnis, dass sich Gott da oben wahrscheinlich mächtig ins Fäustchen gelacht hat, so wie der mich geärgert hat. Es gab alles, worauf ich mich herabgelassen hätte, natürlich NICHT. Na wenn das kein geiles Weihnachten wird, dann weiß ich auch nicht. Zurück zum Thema:

Der Erdnuckel parkt die Erna aus (war ein Krampf), artig fahre ich zu dem Ding, wo man das Parkticket zum Rausfahren reinsteckt (perfekt gemacht für etwas kleinere Persönchen) und fahre gen Ausgang. Da es eine Tiefgarage ist, muss man nach oben. Wer aufmerksam gelesen und des Denkens mächtig ist, kann sich vorstellen was passiert… Der vor mir hält an und ich stehe auf der Schräge – JA DIREKT AUF DER SCHRÄGE, DIE SCHRÄGE SCHLECHTHIN! Ich habe das zu Beginn gar nicht geschnallt, neben mir wurde nur die Hände überm Kopf zusammengeschlagen und es hieß „Scheiße man, wie willst du… Schaffst du das?“ Jetzt machte es bei mir Klick. „Ja, das wird schon…“ Ich ging von der Bremse, hatte vorher die Handbremse bisschen einrasten lassen und dachte „Ab geht die Fahrt“. Ja, das ging sie, nur in die ziemlich falsche Richtung. Fuck.

Ich trat auf das mittlere Pedal und wagte einen neuen Versuch mit selbem Ausgang. Fuck². Ein Blick in den Rückspiegel verriet mir, dass der Fahrer hinter mir noch recht entspannt war. Na ist doch super, wenigstens einer. Ich pumpte wie ein Maikäferchen und befand mich psychisch zwischen Nervenzusammenbruch und einem hysterischen Lachanfall. Dann ging auch noch das Gehupe von den billigen Plätzen los. Ja, Druck ist immer gut, es klappt so mit Sicherheit besser. Und Versuch Nummer drei kam. Dreimal darf man raten… Ich kriegte das Auto bewegt, in die falsche Richtung. FUCK³. Ich resignierte, hörte mir das Gehupe und Anthony Rother aus den Lautsprechern an, guckte in den Rückspiegel, mein Hase verklickerte dem Hintermann, dass ich nicht vorwärts komme und von links gab es Gegrinse, mitleidige Blicke und Fragen: „Na, fährt er nicht?“ (Checker aus einem dunkelblauen Mercedes-Schiff, der schadenfroh grinste. Ich bin mir sicher, die waren die, die am lautesten gehupt haben.) „Doch, klar fährt er. Die Franzosen haben ein komisches System mit Vorwärts und Rückwarts.“

Wo war mein Loch im Erdboden oder ein Abschlepper, der mir hilft?

Ich habe erklärt, was mein Problem war. Aber jeder, der beim bis drei zählen und drei Zahlen nennt, kann sich das denken. Ich machte den Motor aus. So, mir egal, ich bleibe da, bis mich einer rauszieht. Ja, hupt, davon haben Erna und ich auch keinen Bock, was zu machen. Ich stehe hier nicht zum Spaß, kann mir auch besseres vorstellen als den Garagenverkehr aufzuhalten. Ich sinnierte ein bisschen über mein Leben, mir egal, ob das übertrieben ist oder nicht.

Und da kam eine Fee …

…eine Alexa-Parkservice-Fee (was es nicht alles für tolle Arbeitsplätze gibt!). Sie lächelte freundlich und meinte: „Ganz ruhig, keinen Stress, bist nicht die Erste!“ Ja, also nett, aber das bringt mir nix. „Bitte die Handbremse anziehen, Gas geben und wenn du merkst, dass der Arsch hinten hochgeht, dann die Handbremse lösen.“ Gsagt, getan. Erna ist abgesoffen. Für den zweiten Versuch ist sie erst gar nicht angesprungen – Hallelujah. Beim dritten Versuch habe ich die Handbremse nicht lösen können. Und so stand ich noch eine Weile. Ich sah im Rückspiegel, wie meine Fee die aufgebrachte Meute der hinteren Fahrzeuge beruhigte. Einer wurde ganz schön frech und sie meinte, er solle ruhig sein und links lang fahren, ganz einfach. Sie kam wieder und das Spiel begann von Neuem. Dann wurde die Ampel rot und vor mir stand wieder einer. Ich konnte nicht los. Nochmal zwei Minuten warten. Ich zerrte die Handbremse bis zum Anschlag an, befolgte ihre Anweisungen und hing dann wie ein Äffchen an der Handbremse und versuchte, sie zu lösen. Und dann, beim gefühlt 100. Mal mit enormem Kraftaufwand, hat es geklappt! Ich habe mich bedankt bei ihr und bin mit meinem Hasen los.

Hiermit entschuldige ich mich recht halbherzig bei allen, denen ich bestimmt 15 Minuten ihres Lebens geklaut habe (aber eigentlich wünsche ich allen Meckerfritzen genau dasselbe an den Hals, den Nervenkitzel, auf den man gerne verzichten kann, die spöttischen Blicke, das nervtötende Gehupe, ALLES). Ich bedanke mich ganz doll bei meiner Fee – ich wünsche mir, dass sie befördert wird! Solche Leute sollte es öfter geben, vielleicht möchte sie meine ständige Begleitung im Auto sein?! Und zum Schluss noch eine kleine Anmerkung für die hupende Meute an perfekten Autofahrern – Wenn ich euch einmal erwische (ja, ich habe mir jedes einzelne Gesicht und Nummernschild gemerkt), wenn ihr Fehler macht, oh, dann stellt sicher, dass ihr verdunkelte Scheiben habt… ich möchte nicht zu viel versprechen, aber der Spott wird wie eine Flutwelle über euch hereinbrechen und mein winziges Herz wird es mit (Schaden-)Freude füllen. Vielleicht steige ich aus, ich habe dann ja den Dreh raus, und tanze um euer Auto und werde euch mit meiner glockenhellen Stimme erfreuen, die ganz spontan ein Spottlied erklingen lassen wird. Das Gehupe war auf alle Fälle überflüssig, ich meine, warum sollte jemand seit 15 Minuten da oben stehen und den Verkehr aufhalten, wenn es keinen triftigen Grund gibt? Wie auch immer, ich habe etwas dazugelernt, das ist doch was. Anthony Rothers „Big Boys“ kann ich jetzt zwar eine Weile nicht mehr hören, weil es mich in die Lage auf der Schräge zurückversetzt, aber ein Glück hat er noch mehr schöne Lieder.

Ich warte darauf, dass mich die Männer in weiß abholen…