…Brüderles Wingman ist?

Es ist vollbracht. Ich habe die Prüfung letzten Freitag hinter mich gebracht, auf das Ergebnis bin ich nicht so gespannt. Das Fach, vor dem ich am meisten Angst hatte, lief erstaunlich gut; die anderen beiden habe ich gekonnt versaut:

Die erste Prüfung schimpfte sich „Bürowirtschaft“, Augenmerk lag auf der Arbeit mit der Geschäftsordnung – sterbenslangweilig. In der zweiten Prüfung mein ‚Steckenpferd‘ Haushalts- gemischt mit Vergaberecht. Ich habe die Aufgabenstellung bei der Prüfung der Vergabeart nur zur Hälfte gelesen, was ich dann im Ergebnis auch an der Punktzahl sehen werde. Haushaltsgrundsatz hatte ich erst falsch und nachdem mir das auffiel, hatte ich nicht mehr ausreichend Zeit, um das genau zu erklären und achwiekannmannnursobehindertseinichkönntemirindenarschlatschenichhassehaushaltdahältsichdochehkeinerdran! Der absolute Oberknaller war aber die dritte Prüfung. Es war ein Mischmasch aus Öffentlichem Recht, Wirtschaft und Sozialkunde. Öffentliches Recht mag ich ja eigentlich, vorausgesetzt man bereitet sich auch gezielt auf ein Thema vor. Ich hätte denen soviel „Interessantes“ zum Thema Einbürgerung vor die Füße knallen können, aber was kam ran – IMMUNITÄT von Diplomaten HEEEY. Natürlich kann man da in ein paar Sätzen was hinrotzen, habe denen den Begriff und die Folgen davon erklärt, hab aber praktischerweise nicht den Fall beachtet. In Wirtschaft, was ich wie die Pest hasse, musste man sich zu der Angebots- und Nachfragekurve äußern, irgendwelche Punkte im Koordinatensystem markieren und die tatsächlich abgesetzte Menge sowie Angebotsüberhang aufzeigen. Dieses Fach ist mir so suspekt und mein Gehirn weigert sich auch einfach, das zu verstehen. Ich weiß nicht, wer am Wochenende das Dschungelcamp-Finale geschaut hat, aber da musste der unverdient zum Dschungelkönig gekrönte Joey ein fermentiertes Ei essen. Dieses schwarze, wahrscheinlich barbarisch stinkende Ei ist mein Sinnbild für Wirtschaftslehre – es ist völlig überflüssig, reizt das Kotzgefühl und man fragt sich, wer auf diese unglaublich grandiose Idee kam, das zu erfinden.

Es war definitiv nicht der Knaller, ist nun aber auch egal, weil man es nicht mehr ändern kann. Ich weiß jetzt aber, dass ich gar nicht so viel Schlaf brauch und dass das Kurzzeitgedächtnis Unmögliches vollbringen kann.

Ich sitze jetzt wieder auf Arbeit und bin das Demotivierte in Person. Es ist deprimierend, wenn ich darüber nachdenke, wie arbeitswütig ich noch vor einem Jahr war. Es ist ja nun nicht so, als würde ich nichts machen, aber viel wäre ja nun auch eine fette Lüge. Immerhin habe ich genug Zeit, mir Gedanken zu machen um meinen Film, meine scheinschwangere Freundin und wie man da hinaushelfen kann, und die tollwütige schwangere Mama, die mich gestern wie einen Origami-Schwan zusammengefaltet hat wegen zwei Wassertropfen und drei Fusseln auf dem Badezimmerboden. Wie ich Montage hasse.

PS.: Ich habe das morgendliche S-Bahn-Plätze-Gemetzel vergessen, anzusprechen. Sieger sind meistens die Dicken.

PPS.: Apropo Dicke – Ich bin jedesmal aufs Neue völlig fasziniert, wie viel 150 kg schwere Matroschkas essen müssen, denn eigentlich müssten die durch den enormen Kraftaufwand, den sie zur Bewegung der Masse aufwenden müssen, eine Nullrunde machen.

PPPS.: Bin ja mal gespannt, wann meine Mama mal meinen Blog liest…

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