of abdominal fat apron

Mitte/Ende März ist der errechnete Geburtstermin meines kleinen Bruders. Natürlich freut man sich wie Bolle, malt sich aus, wie dieser kleine Wurm seine winzigen Patschehändchen ausstreckt, und natürlich gleich am zweiten Lebenstag den Namen seiner unglaublich stolzen Schwester über diese kleinen rosa Lippen bringt (realistisch wie immer). Ich freue mich schon so sehr auf diesen kleinen Wicht, habe auch schon einen Kindersitz für Erna angemeldet und mein Zimmer kindersicher gemacht. Wenn er aus der „Ich mache alles und jeden voll mit Poopoo, am liebsten die Windeln, wahlweise lass ich es auch einfach so knattern“-Phase raus ist, wird ihn der Rest der Familie eher selten zu Gesicht bekommen – mein Schatz (bin ja eigentlich nicht so der Herr-der-Ringe-Liebhaber).

Nicht ganz uneigennützig freue ich mich auch aus einem anderen Grund auf die Geburt. Sobald der kleine Schlomi die Gebärmutter meiner Mutter verlassen hat (zu plastisch?), ist sie logischerweise nicht mehr schwanger. Ich wiederhole gerne: NICHT SCHWANGER! Das heißt, neben körperlicher Veränderung von horizontaler Benachteiligung zu nicht mehr untergroß sein, wird auch etwas im Kopf verändert. Es wird aber auch langsam Zeit. Gerade, wenn man denkt, sie hat diese klischeehaften Schwangerschaftszickereien endlich abgelegt und wird ruhig, freundlich, gelassen, belehrt sie einen des besseren.  Im Prinzip bin ich ja sehr beeindruckt davon gewesen, wie das Gehirn im Schwangerschaftsmodus eine einfache Frage wie „Na, wie war dein Tag?“ dahingehend dechiffriert, dass als Antwort ähnliches wie „Was zum Teufel soll denn das? Willst du mich provozieren?“ herauskommt.  Nach nunmehr sieben Monaten haben wir aber den Dreh raus mit dem Spießroutenlauf und haben unser tickendes Knödelchen im Griff.

Ich steh ja total auf die Jungs und nach diesem Video zu urteilen, hat sie auch das American Horror Story – Fieber gepackt!

Eigentlich wollte ich mich über was ganz anderes aufregen, aber da meine Mama das hier liest, habe ich die Hoffnung, dass sie angepisst über das obrige ist und nicht mehr bis hierher kommt. Mal ehrlich, alle Gesetze von den Eltern an das weisungsgebundene Kind gelten nur einseitig. Da werden Grundrechte wie der Gleichbehandlungsgrundsatz völlig außer Acht gelassen. Sie tuttert ohne Ende rum, wenn ich mir Socken von ihr mopse, zieht aber ganz selbstverständlich meine Schuhe an. Nur so am Rande – sie hat eine 39 und ich eine 36. Fällt was auf? Ist ja nicht so, dass man Schuhe ausleihern kann. Ein Glück kann ich mir keine echten UGGs leisten, sondern nutze da den Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit, sonst hätte ich mich sicherlich an ihren Schuhen gerächt… Da steht sie ganz seelenruhig in der Tür und gibt mir sogar Recht, dass man so etwas nicht macht, aber Schuhe ausziehen war echt nicht drin. Und der Gipfel war, dass sie mich ganz schelmisch angelächelt hat – umgedreht hätte sich für mich schon die Pforte zur Hölle geöffnet. Wenn mein kleiner Schlomi das Licht der Welt erblickt, werde ich ihn definitiv von vorne bis hinten verhätscheln und betüddeln (nach der analen Phase gem. Freud) und ihm alle Tricks verraten. Ich werde ihm schon frühzeitig einen Katalog zusammenstellen, in dem zu jedem Argument, dass Mama in jeglicher Situation anbringen könnte, ein nur unterschwellig provozierendes Gegenargument zu finden sein wird. Wir werden so viel Spaß haben!

So, letzte Mal zusammenreißen und lernen für die Prüfung. Wird mit Sicherheit ein Renner, ein voller Erfolg, mit Prädikat ausgezeichnet… Mut zur Lücke.

PS.: Fetter Dank an die inkompetente Autoversicherung, die zu lahmarschig und überfordert ist mit dem Schriftkram und jetzt einen zweieinhalben Monatssatz abbuchen wollen. Nehmt, was ich nicht habe, davon habe ich viel.

PPS.: Ich liebe Glossybox!

Advertisements